竹島

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ドイツ教授の原文は、これかな?

投稿者: exorcist_lll 投稿日時: 2005/04/06 23:05 投稿番号: [8415 / 18519]
http://nzz.ch/2005/04/02/fe/articleCP2BS.html

2. April 2005, Neue Zurcher Zeitung

Dokdo oder Takeshima
Recht und Geschichte in der Strasse von Korea

In einem ≪Brief an das Volk≫ warnt der sudkoreanische Prasident Roh Moo Hyun vor einem ≪diplomatischen Krieg≫ mit Japan - letzte Etappe in einem jungst wieder hochgekochten alten Streit um zwei Felsen im Meer, zusammen so gross wie vier Sportplatze. Takeshima, erklarte kurzlich in Seoul ein japanischer Diplomat, dem der fur sein Metier so wichtige Takt nicht eben zweite Natur ist, sei historisch und nach internationalem Recht japanisches Territorium. Dokdo, wie die Koreaner die unbewohnten Riffe nennen, sei unverbruchlich koreanisch, entgegnen diese. Proteste auf der Strasse, ganz Aufgeregte schneiden sich vor der japanischen Botschaft Finger ab: Mit ihrem Blut wollen sie das Heimatland verteidigen. Das japanische Aussenministerium wiegelt ab. Japan arbeite an guten Beziehungen mit dem Nachbarn, und im Ubrigen konne man mit dem Takeshima/Dokdo-Problem zum Internationalen Gerichtshof nach Den Haag gehen.

Unparteiische entscheiden zu lassen, ist das kein fairer und sinnvoller Vorschlag? Zur Losung von Territorialkonflikten kann der Internationale Gerichtshof nur angerufen werden, wenn beide Parteien einverstanden sind. Seoul hat den Gang nach Den Haag bisher abgelehnt und wird ihn auch jetzt nicht beschreiten. Darin die Angst zu unterliegen zu sehen, hiesse freilich, die historische Dimension des Problems zu verkennen. Wenn ein Land Grund hat, daran zu zweifeln, dass das Volkerrecht etwas anderes ist als das Recht des Starkeren, dann ist es Korea. Denn das Volkerrecht war das Instrument, mit dem die schiere Existenz des koreanischen Staates eliminiert und seine Annexion durch Japan ins Werk gesetzt wurde. Japans Kolonialherrschaft uber Korea, betonen japanische Politiker noch heute, war rechtmassig. Fur Korea ist Den Haag mit besonders schlechten und schmerzhaften Erinnerungen verbunden. - Der vor hundert Jahren geschlossene, vom amerikanischen Prasidenten Theodore Roosevelt vermittelte Vertrag von Portsmouth zur Beendigung des Russisch-Japanischen Kriegs machte Korea zum japanischen Protektorat. Roosevelt bekam den Friedensnobelpreis. Korea verlor das Recht, seine aussenpolitischen Belange selbst wahrzunehmen. Der koreanische Kaiser Kojong versuchte, das zu verhindern, indem er 1907 drei Abgesandte zur zweiten internationalen Friedenskonferenz nach Den Haag schickte, um gegen den Protektoratsvertrag Protest einzulegen. Sie hatten jedoch keinen Erfolg, ja sie wurden nicht einmal angehort, denn die 43 versammelten Staaten akzeptierten als Teilnehmer in zirkularer Logik nur souverane Staaten, eben die, die zur Konferenz eingeladen waren.
  (続く)
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